So wirken Arzneimittel
Die Anforderungen an ein innovatives Arzneimittel sind hoch: Sein Wirkstoff soll möglichst die Krankheitsursache bekämpfen oder zumindest die Symptome zielgerichtet und wirkungsvoll lindern - in geringen Dosen und möglichst, ohne unerwünschte Wirkungen zu entfalten. Dabei muss der Wirkstoff oft einen langen Weg durch den Körper zurücklegen. Er passiert viele Orte, an denen er bereits wirken kann, bevor er am eigentlichen Ziel ankommt. Er muss Hürden überwinden, die ihm aufgrund seiner chemischen Natur eigentlich unüberwindbar sind, er kann vom Organismus unbrauchbar gemacht und von Stoffen im Blut abgefangen werden, ohne jemals an seinen Zielort zu gelangen und dort seine Wirkung entfalten zu können.
Systemische und lokale Anwendung
Nicht alle Medikamente erreichen auf die gleiche Weise den Ort, an dem sie wirken sollen. Man unterscheidet hier die systemische und die lokale Anwendung.
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Aufnahme der Wirkstoffe über den Verdauungstrakt
Bei Medikamenten, die geschluckt werden, erfolgt die Aufnahme der Wirkstoffe in den menschlichen Organismus über den Verdauungstrakt.
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Die Leber und der First-Pass-Effekt
Der über den Darm aufgenommene Wirkstoff wird bei der ersten Passage durch die Leber teilweise inaktiviert, dies bezeichnen Pharmakologen als "First-Pass-Effekt".
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Prodrugs: "maskierte" Arzneimittel
Eine bestimmte Art von Medikamenten, die so genannten Prodrugs, stört der Umweg über die Leber nicht, ganz im Gegenteil: Sie entfalten erst nach dem "First-Pass-Effekt" ihre volle Wirkung.
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Über die Blutbahn zum Ort der Wirkung
Ist ein Arzneistoff bis ins Blut gelangt, dann ist der Weg zum Ort seiner Wirkung nicht mehr weit.
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Wirkstoffaufnahme unter Umgehung des Verdauungstraktes I
Die Aufnahme von Wirkstoffen über die Mundschleimhaut ist eine Möglichkeit, Wirkstoffe ohne Umweg über die Verdauungsorgane aufzunehmen.
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Wirkstoffaufnahme unter Umgehung des Verdauungstraktes II
Auch mit Zäpfchen oder Injektionen in die Muskeln, unter die Haut oder direkt in die Blutgefäße kann die Resorptionsbarriere überwunden werden.
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Eiweißbindung und unerwünschte Wechselwirkungen
Bestimmte Bluteiweiße halten einen Teil der Arzneistoffe auf ihrem Weg durch den Organismus auf und hindern sie daran, ihre Wirkung zu entfalten.
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Die zielgenaue Verteilung eines Arzneistoffes
Nach der Resorption verteilt sich der Arzneistoff auf alle Körpergewebe.
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So wenige Nebenwirkungen wie möglich
Nebenwirkungen lassen sich nicht immer vermeiden, durch die richtige Anwendung aber einschränken.
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Plazebos: Wirkung ohne Wirkstoff
Wie kann ein Arzneimittel wirken, das gar keinen Wirkstoff enthält?
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